Die letzte Zugübung der Löschgruppen Wildenrath und Arsbeck fand auf dem Gelände der Firma SemperitProfilesLeeser GmbH in Dalheim statt.
Bei der Übung wurde angenommen, dass ein Spediteur eine Palette mit Fässern an der falschen Adresse abgeladen hatte. Nachdem dies bemerkt wurde, sollte die Paletten mit einem Gabelstapler von einem Versandmitarbeiter zur Abholung durch den Spediteur bereitgestellt werden. Dabei wurden die Fässer mit der Gabelzinke beschädigt und es lief eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus.

Bei Eintreffen der Wehrleute stand im Zufahrtsbereich der Gabelstapler mit den Fässern, auf ihm der bewusstlose Staplerfahrer. Bei der Befragung eines Mitarbeiters wies dieser auf drei Mitarbeiter im angrenzenden Keller hin. Es galt, den Staplerfahrer schnellstmöglich aus dem Gefahrenbereich zu bringen, alle vermissten Personen zu finden, das Leck abzudichten und eine Ausbreitung der unbekannten Flüssigkeit zu verhindern.

Unter Atemschutz gingen mehrere Trupps parallel vor. Ein Trupp rettete den Staplerfahrer, ein weiterer Trupp rettete die vermissten Personen aus dem Bürogebäude. Anschließend wurde versucht, das Leck abzudichten und die Flüssigkeit aufzufangen. Da man zunächst nicht wusste, um welche Flüssigkeit es sich handelt, wurde ein Gefahrenbereich eingerichtet. Das bedeutet, dass sich im Umkreis von 50 Metern um die Gefahrenstelle niemand anderes außer dem vorgehenden Trupp befinden darf. An der Grenze zu diesem Gefahrenbereich wurde ein Not-Dekontaminationsbecken aufgebaut, um, falls erforderlich, verletzte Personen schnellstmöglich von der unbekannten Flüssigkeit befreien zu können und sie anschließend dem Rettungsdienst zu übergeben.
Außerdem wurde die Einsatzstelle mit Einbruch der Dunkelheit ausgeleuchtet, ein Gulli wurde abgedeckt und durch eine Schlauchbrücke wurde die Ausbreitung der unbekannten Flüssigkeit verhindert. Im Einsatzverlauf stellte sich übrigens heraus, dass es sich um verflüssigtes Chlor handelte.

Nach der Übung wurden uns von der Firma SemperitProfilesLeeser GmbH noch Getränke bereitgestellt – vielen Dank dafür! Außerdem durften wir mal einen Blick in die Produktionshallen und auf die CO2-Löschanlage werfen.

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